Vereinschronik

Bereits in den sechziger und siebziger Jahren versuchten Echternacher Schachliebhaber einen Klub auf die Beine zu stellen, jedoch ohne Erfolg. Nachdem es längere Zeit eher ruhig blieb um das schöne Spiel - jedenfalls in den öffentlichen Lokalen unserer Stadt - trafen sich dann vor etwas mehr als 15 Jahren wieder regelmässig Leute in verschiedenen Echternacher Hotels und Cafés zum Schachspielen. Hierbei kam dann auch ein zweites Mal die Idee auf zur Gründung eines Schachklubs. Mitte 1979 rief der inzwischen verstorbene Pierre Homann in einer lokalen Zeitung die bis dahin bekannten Spieler, u.a. Al. Zeimet, Jo Aspenleiter, Fritz Schmit, Fernand Genson, Remy Rippinger auf, einen Klub zu gründen. Doch auch dieser Versuch scheiterte. Um diese Erfahrung reicher übernahm ich selbst ein knappes Jahr später die Initiative und rief zu einer Gründungsversammlung im Hotel St.Hubert auf, indem ich 36 mir zu diesem Zeitpunkt bekannte, möglicherweise interessierte Schachspieler, kontaktierte, auch wenn es sich hierbei teils um Anfänger handelte. Meinem Aufruf folgten 18 Personen, von denen 13 bereit waren, den heutigen Schachklub zu gründen und ebenfalls an der nationalen Meisterschaft teilzunehmen. Jo Aspenleiter, Jean-Pierre (Fritz) Schmit, René de Bourcy , Pierre Homann und ich bildeten den provisorischer Vorstand. Ich übernahm den Posten des Präsidenten und Sekretärs. Nach einem halben Jahr kam Alain Kuhn in den Vorstand und wurde Schatzmeister, nachdem Pierre Homann sich krankheitshalber zurückgezogen hatte.

Gründungsvorstand: Remy Rippinger, René de Bourcy, Jean-Pierre Schmit, Jo Aspenleiter. Es fehlt der inzwischen verstorbene Pierre Homann.

Schon an den nationalen Meisterschaften 1981-82 war der neugegründete Echternacher Schachklub mit zwei Mannschaften in der vierten Division vertreten. Beide Mannschaften wurden prompt Sieger in ihrem jeweiligen Bezirk, so daß sie gegeneinander ein Relegationsspiel um den Meistertitel der 4. Division austragen mußten. Die 2. Mannschaft wäre beinahe als Sieger und somit Meister hervorgegangen, hätte ich nicht ein fast verlorenes Spiel gegen den damals noch kleinen Georges Heiderscheid, durch Dauerschach remisieren können.
Von nun an bekam der Klub regelmäßig Nachwuchs und konnte sich nach und nach empor arbeiten bis in die 1. Division und später sogar bis in die Ehrendivision. Hier fand jedoch eine Stagnation statt und erst eine Verstärkung durch Spieler vom Schachklub Bollendorf und aus Wasserbillig erlaubte dem Schachklub nach 15 Jahren zum ersten Mal den Aufstieg in die höchste Spielklasse, die Nationaldivision. Sehr souverän hatte der Aufstieg 1996 geklappt, da ein Punktestand von 8.5 Zählern aus 10 Runden verbucht werden konnte. Mitaufsteiger Bissen brachte es immerhin nur auf 6.5 Punkte.
Da in der Nationaldivision andere Ausländerregelungen bestehen, mußte der Klub versuchen, auf mehr und stärkere luxemburgische Spieler zurückzugreifen. Dies ist im Laufe der Jahre gelungen und damit konnte das Schicksal einer Fahrstuhlmannschaft zwischen den beiden höchsten Spielklassen vermieden werden. Die letzten Spielzeiten verliefen dann sehr erfolgreich. Die erste Mannschaft konnte sich immer einen der vorderen Plätze sichern und somit am Titel-Playoff teilnehmen. Die bisherige Krönung war der Gewinn der Meistertitel 2005 und 2006, sowie die Vizemeisterschaft 1999 und 2003 und die damit verbundenen Teilnahmen am Europacup. Ein Verein besteht aber nicht nur aus der ersten Mannschaft und so ist eines der obersten Ziele des Vereins, die weiteren Mannschaften nach oben zu bringen, vor allem durch gute Arbeit im Nachwuchsbereich. Mittlerweile ist aus dem einst kleinen Echternacher Schachklub eine der zur Zeit besten Adressen in der lux. Schachszene geworden.
Remy Rippinger


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